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Die Kölsche Sprache, sie ist nicht nur unsere Muttersprache, sie ist die Mutter der Sprache. Kölsch = ripuarisch - die Wurzel des Kölschen könnte man im indogermanischen vor rund 5000 Jahren zu finden versuchen. Heute sagt man: Indoeuropäisch Deutsch und Kölsch gehören zur Westgermanischen Sprachfamilie Ripuarisch -Fränkisch stammt vom Westgermanischen ab. Eigentliche Ausformung unserer Sprache kam durch die Völkervermischung. 50 n. Chr. - Uppidum Ubiorum herrschte in Köln ein wahres Sprachengewirr. Die Verkehrssprache war Latein, gesprochen wurde: Germanisch - Ubier Keltisch - mit griech., orientalischen Einfluss Vom 4. Jahrhundert an breiteten sich die Franken aus und wurde im 6. Jahrhundert endgültig von den Franken erobert. Für die Sprache war es sehr von Bedeutung und es war eine Bereicherung. Das Zentrum folgender Sprachen war: Ripuarisch - Fränkische = Köln Moselfränkische = Trier Rheinfränkische = Mainz Im 5. Jahrhundert fand auf dem Sprachgebiet eine Lautverschiebung statt, es dauerte bis ins 8. Jahrhundert. Das wesentliche der Lautverschiebung ist: Der Buchstabe, der im Kölschen nicht verschoben ist, ist das "P" Beispiel: neuhochdeutsch - Apfel , kölsch - Appel und englisch - appel Das "T" ist verschoben, Beispiel: Wasser - water Essen - esse - eat sitzen - setze - sit Das "K" ist verschoben, Beispiel: machen - maache - make kochen - koche - cook Bis zum 11. Jahrhundert wurde Mundart gesprochen, in Familien, sogar in akademischen, bis ins 16. Jahrhundert. Der Buchdruck, die Reformen Martin Luther, das Stapelrecht - all dies führte dazu, dass es zu einer deutschen Gemeinsprache kam, Vorläufer der hochdeutschen Sprache.
Aus dieser Zeit gibt es Sprachdenkmäler: um 1280 verfasste der Kölner Stadtschreiber Gottfried Hagen die Hagensche Reimchronik. Er beschreibt die Geschichte von den römischen Anfängen bis ins Jahr 1251 14.9.1396 demokratische Grundgesetz der Reichsstadt Köln 1498 Chronica van der hilliger Stat Coellen, geht zurück bis zu Adam und Eva und ist in der Koelhofschen Druckerei gedruckt. im 15. Jahrhundert schrieb die Nonne, Anna von Köln ein Liederbuch. 82 Liedtexte in Mundart. im 16. Jahrhundert schrieb Hermann Weinsberg ein Tagebuch mit kölschen Redewendungen, gemischt mit Hochdeutsch. Eine besondere Wirkung hatte der Krieg auf unsere Sprache - der 3o-jährige Krieg (1618-1648) Flüchtlinge brachten Wörter mit, welche wir teilweise mit in unseren Sprachschatz aufnahmen. Krieg war nie was für die Kölner wenn es hieß die Satdt zu verteidigen, nahm man Fremde. Spanische Truppen wurden von den Habsburgern geschickt. Sprechen wir von den Spanierern, so sprechen wir von Kurköln wegen Kurfürsten / linksrheinisch Auf der rechten Rheinseite lebten die Protestanten, Jülich-Berg . Sie holten sich die Niederländer zur Verteidigung. Dies alles hatte Einfluss auf unsere Sprache: span. beso los manos, was soviel hieß wie küss die Hände hat der Kölsche übernommen als "Baselemanes "- Handkuss, Kompliment und Getue Aus dem Niederländischen haben das Punjel = langes Nachthemd - niederl. japon oder die Komkomere, die Schlangengurke. Das Meiste haben uns allerdings die Franzosen hinterlassen Trottewar =Bürgersteig, frz. trottoir tirre gonn = laufen gehen, frz. tirer le chausson Sah ein Franzose ein nettes Mädchen, so sagte er : visit ez ma tente, was bedeutet: besuchen sie meine Zelt. Der Kölsche machte daraus: maach mer kein Fisematente.Schlimmer jedoch war la tü tü, sie küssten sich den Arm hinauf bis an den Hals und weiter zum Busen. Wir Kölschen sagen "Tütenüggel" Nachdem die Franzosen gegangen sind kamen die Russen: Korbatsch = Peitsche zur Züchtigung der Ehefrau Kölsch, karwatsche= der kritt Prügel 1815 Die Rheinlande wurde den Preußen zugesprochen( Wiener Kongress) Unser Brauchtum und Mundart wurde noch gerade so gerettet 1823 wurde das Festkomitee gegründet und 1 Jahr später das literarische Komitee Im Karneval, besonders in den rheinischen Gebieten, ist die Übernahme der Macht durch den Prinzen Karneval verbunden mit der Ausrufung der Kussfreiheit, die symbolisch steht für den Beginn des ausschweifenden, sitten- und tugendlosen Lebens während der "5. Jahreszeit", die dort am 11. November beginnt und mit dem Aschermittwoch endet. Als Fastnachts- bzw. Karnevalshochburgen gelten in Deutschland das Rheinland einschließlich Rheinhessens. In deren Stadtgeschichte sind hier die einst subversiven antifranzösischen und antipreußischen Spuren aus dem 19. Jahrhundert im Brauchtum noch am frischesten. Er entstand während der französischen und preußischen Besetzung aus Umzügen der entwaffneten Bürgerwehren, die zum Protest gegen und als Parodie über die Besetzer in komisch bunten Uniformen und Gewehrimitaten mit Blumen im Lauf durch die Stadt marschierten. Eine Besonderheit stellt in Mainz der "politisch-literarische Sitzungskarneval" dar. Er leitet sich von der französischen Revolution ("Jakobiner-Staat") ab; der "Elferrat" oder das "Komitee" ist ein Abbild des Revolutionstribunals, die Narrenkappe lehnt sich an die Jakobinermütze an und die Zahl 11 wird als Abkürzung "ELF- Egalitee, Libertee, Fraternitee" interpretiert Das 1. Kölsche Wörterbuch schreibt Fritz Hönig 1877, 2. Auflage 1905 Damals kamen auch viele aus Berlin zu uns und aus Piemont holten wir uns die Plattenleger, Erdarbeiter. Daher kommt der Ausdruck, Pimmock. Nach dem Krieg wurde Pimmock zu einem Schimpfwort, für DIe von Drüben. Unsere deutsche Sprache drohte erneut den Bach herunter zu gehen. Auf den Ämtern wurde zwar nicht gesächselt aber wer Kölsch sprach, war ein Prolet. In dieser Zeit kamen die 3 Bände von Adam Wrede heraus. Im Laufe der 68-Bewegung fingen die Liedermacher an, Kölsche Texte heraus zu bringen, sozial kritische Texte. z.B. Bläck Fööss und BAP
1983 Gründung der Kölschakademie
Aufgerufen: 1822
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